Das Zeitalter der Fotoplatten

Die Erfindung der industriell hergestellten Fotoplatten gegen Ende des 19. Jahrhunderts hat dank höherer Empfindlichkeiten der dynamischen Fotografie den Weg geebnet. Das Bild stoppt die Bewegung, friert die Aktion ein, offenbart das Unfassbare, das Unsichtbare. Aber diese Art einer völlig neuen visuellen Darstellung wird nicht von allen gleichermassen geschätzt …

 

Der technologische Fortschritt wird immer rasanter, und davon profitiert auch die Fotografie. Die Kameras können plötzlich aus freier Hand ohne Stativ benutzt werden, sie werden qualitativ immer besser und ihre Objektive immer lichtstärker. Die Elektrizität ermöglicht gleichmässige und stabile Lichtverhältnisse in den Fotoateliers, bei der Bildprojektion und vor allem im Labor beim Vergrössern.

 

Aber nicht nur die Berufsfotografen profitieren von immer einfacheren Arbeitsmethoden, denn die Fotografie stösst auf immer grösseres Interesse bei den Amateuren. Es entstehen fotografische Gesellschaften und Fotoklubs, in denen die Technik gelehrt, praktiziert und so immer stärker verbreitet wird.

 

Zu Beginn des 20 Jahrhunderts bietet die Erfindung des Rasterdrucks neue Möglichkeiten, um Fotos in Tageszeitungen, Zeitschriften, und Büchern gedruckt wiederzugeben, was mit einer neuen und attraktiven Kommunikationsform einen gigantischen Markt öffnet.

 

Und welche Rolle spielt die Fotografie in der Kunst? Kaum jemand wagt sich, diese noch anzuzweifeln, denn die Fotografie ist schlichtweg unverzichtbar geworden.

 

 

Illustration:

Ein Bilderjäger mit seiner Spiegelreflexkamera, Titelseite des VOILA – Die Wochenzeitung der Reportage, 33, 7.November 1931

Grande Place
1800 Vevey/Suisse
Heures d’ouverture:
du mardi au dimanche
de 11h à 17h30

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