Die Bewegungs-analyse

Basierend auf den Arbeiten des Amerikaners Eadweard Muybridge erkannte der französische Physiologe Etienne-Jules Marey die Vorteile, welche ihm eine Fotokamera für seine Bewegungsstudien bietet. Er entwickelt dazu eine Kamera für Glasplatten, die er 1888 auf Rollfilm umrüstete.

 

Im Rahmen seiner Forschungsarbeit interessierte sich Eadweard Muybridge in erster Linie für die Abläufe im Innern des Körpers, wie beispielsweise die Blutzirkulation und die Atmung. In der Folge verlagerte er seine Untersuchungen auf jede Art von Bewegung, sowohl es des Menschen als auch von Tieren.

 

Die von Muybridge realisierten Bilder motivieren den Franzosen Etienne-Jules Marey, sich mit der Sequenzfotografie zu befassen, mit einer Serie von Bildern also, mit denen ein Bewegungsablauf exakt studiert werden kann. Für seine ersten Versuche benutzte er 1882 eine Kamera in der Bauart eines Gewehrs mit einem Rotationsverschluss und einem Mechanismus, der die Fotoplatte nach jedem Bild etwas verschob. Auf diese Weise erhielt Marey eine ganze Bilderserie einer Bewegungssequenz auf einer einzigen lichtempfindlichen Platte. Der Nachteil des Verfahrens war, dass es zu einer Mehrfachbelichtung kam, wenn sich das Motiv nicht schnell genug bewegte, was Marey 1888 löste, in dem er zuerst ein Papierfilm von Eastman und später einen Rollfilm für seine Experimente verwendete. Der Mechanismus verfügte bereits über einen Transportmechanismus mit Andruckplatte, welcher den Film nach jeder Aufnahme um eine Bildbreite weiterbewegte. Damit war die technische Grundlage für die Cinematografie geschaffen.

 

 

Illustration:

Gravur nach „Wie die Katzen sich zu wenden wissen; Instant-Fotografie von M.Marey“

(Original: Französisches Filmarchiv, Paris)

 

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