Donnerstag, 29. Januar 2026, 18:30 Uhr
Schweizerisches Kameramuseum
Vernissage, Podiumsdiskussion und Apéro
Der Fotograf und Filmemacher aus der Romandie, Pascal Greco, präsentiert sein neues Buch TOKYO FLASH, das Fotografien aus Tokio aus dem Sommer 2025 zusammenführt.
Dieses Projekt entstand aus dem Wunsch, die Stadt anders einzufangen: nicht, um sie zu beschreiben, sondern um ihre Schwingung zu vermitteln. Dazu entschied sich Pascal Greco, eine kompakte, vollautomatische Kamera zu verwenden. Er löst den Blitz aus, bevor das Auge überhaupt Zeit hat, sich auf das Motiv zu richten. Ohne zu zielen, in einer schnellen, fast zufälligen Bewegung, reißt das Bild ein Stück Nacht, einen Farbfetzen heraus. Nichts ist gerahmt, alles wird erfasst.
Die Filme wurden im Cross-Processing entwickelt, was unvorhersehbare, kontrastreiche Farbtöne erzeugt und eine veränderte Sicht auf die Stadt bietet, in der die Chemie ihre Rolle spielt. Das Bild erklärt nichts; es schwankt.
Dank fast zwanzigjähriger regelmäßiger Aufenthalte in Tokio für verschiedene fotografische und filmische Projekte gelingt es Pascal Greco heute, sich von dieser Megastadt zu lösen: Die Bilder entstehen in dem Moment, in dem sie ihm entgleiten. Ein Drift in Richtung einer Ästhetik des Zufalls, ermöglicht durch bewusstes Verzichten auf die Rahmung, unvorhersehbare Chemie und den Blitz.
Buch gemeinsam veröffentlicht vom Schweizerischen Kameramuseum, Infolio und Chambre Noire.
Die temporäre Ausstellung Blitzlicht! Eine kurze Geschichte der Fotografie ist bis zum 22. Februar 2026 zu sehen.
Vernissage und Podiumsdiskussion – 18:30 Uhr
Blitzen mit 35 mm – Spontaneität und Cross-Processing
Mit Stéphane Gobbo, Leiter der Kultur-Rubrik der Tageszeitung Le Temps,
und Pascal Greco
Anschließend Apéro
Für alle / ohne Anmeldung / Eintritt frei