Im Herzen der „Bilderstadt Vevey“ präsentiert das Schweizer Kameramuseum die Geschichte der Fotografen und der Fotografie in einem gewagten Rahmen aus alter und zeitgenössischer Architektur.

 

Die mit Fotos und Grafiken reich illustrierte Ausstellung, welche Fotografen bei der Arbeit zeigt, ist ausserdem mit einem Audioguide-System in Deutsch und Englisch ausgerüstet. Interaktive Animationen, Bildprojektionen und Videos fesseln zudem das junge Publikum.

 

Die Faszination der wunderbaren gezeigten Objekte, welche teils von den Besuchern selbst bedient werden dürfen, macht dieses äusserst unterhaltsame Museum bei Touristen sehr beliebt.

 

An Ferien- und Feiertagen haben Sie dank unserem Animationsprogramm die Möglichkeit, im Fotolabor selbst Hand anzulegen und Ihr eigenes Bild zu entwickeln.

 

Die Palette reicht von der Camera obscura und der Laterna magica oder anderen optischen Abbildungsgeräten bis hin zum digitalen Bild: diese erstaunliche Sammlung von Aufnahme-, Labor-, Blitz- und sonstigen Beleuchtungsgeräten, aber auch von Studiomobiliar ist eine Entdeckungsreise in das Leben der Fotografen von den Anfängen bis in unsere Zeit.

 

Im Laufe Ihres Museumsbesuches werden Sie die Entwicklung der fotografischen Verfahren von der Erfindung von Nicéphore Niépce bis zum digitalen Bild entdecken, mit den Stationen Daguerreotypie, Kalotypie oder Kollodium auf Glas, dann die Silberbromid-Gelatine-Trockenplatte, gefolgt vom Aufkommen der Zellulosenitrat- oder –azetatfilme oder auch das Autochromverfahren und die Farbverfahren.

Eine Reise um die Welt mit Photochrom

Vernissage am 17. Februar 2016

Ausstellung geöffnet vom 17. Februar bis zum 28. August 2016

 

In den 1880er Jahren entwickelte Hans Jakob Schmid ein wunderbares photographisches Farbdruckverfahren: den Photochrom. Ausgehend von einem Schwarzweiss-Negativ, das entsprechend der im endgültigen Bild gewünschten Anzahl von Farben auf eine ebenso grosse Anzahl von Lithographiesteinen übertragen wird, erhält man einen Druck mit sehr feiner Wiedergabe und das zu einer Zeit als die Farbphotographie noch in den Kinderschuhen steckte.

 

Hans Jakob Schmid arbeitete damals bei der Druckerei Orell Füssli in Zürich, die sich dieses Verfahren 1888 patentieren liess und das Unternehmen Photoglob Zürich (P. Z.) gründete, das mit der Vermarktung dieser Bilder in ganz unterschiedlichen Formaten bis 40x50 cm beauftragt war, denen sofort weit über unsere Grenzen hinaus Erfolg beschieden war. Der Erste Weltkrieg und die Markteinführung der ersten Farbphotographieverfahren läuteten das Ende des Photochroms ein.

 

Das Museum beherbergt eine bedeutende Photochrom Sammlung: grossformatige (bisweilen Panorama-) Ansichten, Alben und verschiedene Ensemble, „touristische“ Bilder, die am Übergang vom XIX. zum XX. Jahrhundert eine echte Einladung zum Bereisen der Welt sind.

Eine Reise um die Welt mit Photochrom
Grande Place
1800 Vevey/Suisse
Heures d’ouverture:
du mardi au dimanche
de 11h à 17h30

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