Im Herzen der „Bilderstadt Vevey“ präsentiert das Schweizer Kameramuseum die Geschichte der Fotografen und der Fotografie in einem gewagten Rahmen aus alter und zeitgenössischer Architektur.

 

Die mit Fotos und Grafiken reich illustrierte Ausstellung, welche Fotografen bei der Arbeit zeigt, ist ausserdem mit einem Audioguide-System in Deutsch und Englisch ausgerüstet. Interaktive Animationen, Bildprojektionen und Videos fesseln zudem das junge Publikum.

 

Die Faszination der wunderbaren gezeigten Objekte, welche teils von den Besuchern selbst bedient werden dürfen, macht dieses äusserst unterhaltsame Museum bei Touristen sehr beliebt.

 

An Ferien- und Feiertagen haben Sie dank unserem Animationsprogramm die Möglichkeit, im Fotolabor selbst Hand anzulegen und Ihr eigenes Bild zu entwickeln.

 

Die Palette reicht von der Camera obscura und der Laterna magica oder anderen optischen Abbildungsgeräten bis hin zum digitalen Bild: diese erstaunliche Sammlung von Aufnahme-, Labor-, Blitz- und sonstigen Beleuchtungsgeräten, aber auch von Studiomobiliar ist eine Entdeckungsreise in das Leben der Fotografen von den Anfängen bis in unsere Zeit.

 

Im Laufe Ihres Museumsbesuches werden Sie die Entwicklung der fotografischen Verfahren von der Erfindung von Nicéphore Niépce bis zum digitalen Bild entdecken, mit den Stationen Daguerreotypie, Kalotypie oder Kollodium auf Glas, dann die Silberbromid-Gelatine-Trockenplatte, gefolgt vom Aufkommen der Zellulosenitrat- oder –azetatfilme oder auch das Autochromverfahren und die Farbverfahren.

Sébastien Kohler Ambrotypien

Vernissage am 13. September 2017 um 18:30
13. September 2017 bis 14. März 2018
Der 1969 in der Schweiz geborene und in Lausanne beheimatete Sébastien Kohler kommt ursprünglich aus der Welt der Musik. In die Fotografie gelangte er auf autodidaktischem Weg, und seit einigen Jahren begeistert er sich für das Kollodium-Nassplatten-Verfahren, das der englische Bildhauer und Kalotypist Frederick Scott Archer im Jahr 1851 aufbauend auf den Arbeiten des französischen Fotografen Gustave Le Gray entworfen hatte. Dieses Verfahren liefert hervorragende Glasnegative, die Sébastien Kohler als Ambrotypien präsentiert - eine 1854 von James Ambrose Cutting in den USA patentierte Technik. Das Prinzip ist ganz einfach: Hält man ein Negativ vor einen schwarzen Hintergrund und beleuchtet es von vorne, erscheint dieses wie ein Positiv, da das Licht das metallische Silber aufhellt, aus dem das Bild besteht. Diese Ausstellung zeigt die aussergewöhnliche Arbeit von Sébastien Kohler. Mit seiner meisterhaften Beherrschung eines fotografischen Verfahrens aus dem 19. Jahrhundert, kombiniert mit seinem ausgeprägten modernen Portraitisten-Blick, sicherte er sich einen Platz im Schweizer Kameramuseum. Unter den dort in der ständigen Ausstellung präsentierten Verfahren hat nur die Kollodium-Nassplatte bislang noch keine ausführlichere Betrachtung im Rahmen einer temporären Ausstellung erhalten.
Sébastien Kohler Ambrotypien
Grande Place
1800 Vevey/Suisse
Heures d’ouverture:
du mardi au dimanche
de 11h à 17h30

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